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letztes Update :

12.02.2012

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Was ist eine BKH Katze


Die Britisch Kurzhaar geht wahrscheinlich zurück auf Katzen, die vor ca. 2000 Jahren von den Römern mit nach Großbritannien gebracht wurden. Über Jahrhunderte war die Rasse weitestgehend sich selbst überlassen. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts begann man, die British Kurzhaar gezielt auf Farbe und Typ hin zu züchten. Im Jahr 1871 wurden in England die ersten Katzen der Rasse British Shorthair in im Crystal Palace ausgestellt. Als in der Zeit nach den Weltkriegen der Zuchtbestand stark zurückgegangen war, versuchten einige Züchter, die Rasse durch Auskreuzen mit anderen Rassen wieder zu stärken. Nachdem Versuche gescheitert waren, unregistrierte Hauskatzen zur Kreuzung einzusetzen, fiel die Wahl auf Perserkatzen.

Man versprach sich durch diese Kreuzung vor allem eine Verbesserung des Typs der Britisch Kurzhaar (nicht des Fells, wie oft vermutet!). Weitere Kreuzungen fanden mit der Kartäuserkatze statt, deren Zuchtbestand ebenfalls durch die Kriege gelitten hatte. Aufgrund einer Angleichung der beiden Rassen wurden die Britisch Kurzhaar und die Kartäuserkatze oder Chartreux 1970 vom Zuchtverband FIFe zusammengfaßt. Alle blauen Katzen wurden danach als "Kartäuser", alle Katzen anderer Farben als "Britisch Kurzhaar" geführt. Diese Einteilung wurde 1977 nach Protesten der ursprünglichen Kartäuser wieder zurückgenommen.

Die blaue Britisch Kurzhaar wird im Volksmund - aber zu Unrecht und irreführend - immer noch Kartäuser genannt und in manchen Zuchtvereinen auch unter diesem Namen geführt. Doch man kann heute die blaue Britisch Kurzhaar nicht mehr mit der echten Kartäuserkatze, der Chartreux verwechseln, da sie sich, bedingt durch gezielte Zucht, vor allem optisch von der echten Kartäuser unterscheidet. Die eingekreuzten Perserkatzen bewirken, dass der Körperbau der Britisch Kurzhaar massiv, kurz und gedrungen ist, während die Figur der echten Kartäuser eher einer naturbelassenen Hauskatze entspricht. In den 1980er Jahren erfolgt eine Abspaltung der Europäisch Kurzhaar, die zuvor ebenfalls mit der Britisch Kurzhaar in einer Klasse gezeigt wurde. In den USA wurde die Britisch Kurzhaar erst 1980 vom Zuchtverband CFA anerkannt.

Die Britisch-Kurzhaar-Katze ist eher ruhig und vor allem im Vergleich mit Orientalen nicht zu lebhaft.

Die Britisch Kurzhaar-Katzen haben ein kurzes und dichtes Fell, das nicht zu weich ist („crispy"). Es zeichnet sich durch sehr viel Unterwolle aus, so dass es leicht aufspringt. Die Pflege des weichen und plüschigen Fells der BKH ist relativ einfach: Einmal wöchentlich bürsten reicht aus; nur während des Haarens sollte man öfter (1 x pro Tag) bürsten. Aufgrund der Tatsache, dass nach den Weltkriegen aufgrund der knappen Zuchtbestände Perser eingezüchtet wurden, sind ab und zu langhaarige Briten im Wurf. Auch diese gehören zur Rasse Britisch Kurzhaar. Sie haben lediglich halblanges Haar (auch mit starker Unterwolle wie die BKH, aber im Gegensatz zur Perserkatze Semilanghaar) und werden dann Highlander, Lowlander, Britanica oder einfach nur Britisch Langhaar genannt.

Britisch Kurzhaar-Katzen sind muskulös und kraftvoll gebaut, ihre Beine kurz und stämmig, die Pfoten groß und rund, der Schwanz etwas kürzer als üblich. Alles an ihr ist rund: die breite Brust, der Kopf, die breit gesetzten kurzen Ohren, so wie die großen ausdrucksstarken Augen. BKH-Katzen entwickeln sich eher langsam. Die volle Größe wird erst mit bis zu 2 Jahren erreicht. Ein normal entwickelter Kater wird zwischen 7 und 8 kg, Katzen zwischen 4 und 6 kg schwer. Die Farbe der Augen ist orange oder kupferfarbig, bei den Silbervarietäten meist grün, bei den Points blau. Bis heute kennt man über 50 Farbvariationen der Britisch Kurzhaar. Diese lassen sich in die Kategorien Vollfarben, Bicolor und Point einteilen. Des Weiteren gibt es noch die bekannte Tabby-Zeichnung, wie sie beispielsweise die Whiskas-Katze hat. Zu den Vollfarben zählen Weiß, Schwarz, Blau, Chocolate, Lilac, Cinnamon, Fawn, Rot und Creme. Diese Farben werden bei den Bicolor- und Point-Varianten mit Weiß kombiniert. Die beliebtesten und bekanntesten Farb-Variationen sind: Blau (oft als Kartäuser bezeichnet) und Silber-Tabby in Classic, Spotted und Mackerel

Warum ist ein Rassekatzenbaby ,,so teuer” ?


Jeder Züchter erlebt sie immer wieder, diese totale Fassungslosigkeit der Kaufinteressenten, wenn sie den Preis für eine Zuchtkatze erfahren. Nennt der Käufer dann schließlich eine solche Schönheit sein eigen, wird er von wohlmeinenden Freunden und Verwandten oftmals für verrückt erklärt, weil er „so viel Geld“ für eine Katze bezahlt hat, wo doch die Tierheime viel billigere Tiere abgeben (stimmt inzwischen auch nur noch bedingt, denn dort werden die Katzen oft auch nicht mehr unter 150 € abgegeben).

Ein Zuchtkätzchen, das bei einem seriösen Züchter aufgewachsen ist, kostet im Schnitt je nach Rasse zwischen 500 € und 700 €; auch höhere Preise sind durchaus üblich und vom Züchter zu belegen.

Allerdings liegt der interessierte Käufer falsch, wenn er meint, mit dem Verkauf der Jungtiere sei das große Geld zu machen – im Gegenteil, der seriöse Hobbyzüchter (mit der Betonung auf „seriös“) legt meist dazu. Wir sprechen hier wohlgemerkt nicht von den eher als „Vermehrern“ zu bezeichnenden Massenzüchtern, leicht zu erkennen an ihren Billigangeboten und im Internet.

Ein seriöser Züchter sieht in seinen Tieren keine Geldscheine, die auf vier Beinen herumlaufen. Für ihn stehen an oberster Stelle Liebe und Fürsorge. Er behandelt alle seine Katzen wie Familienangehörige und sorgt selbstverständlich für genügend Streicheleinheiten, für intensive tierärztliche Betreuung, eine katzengerechte Umgebung sowie für eine hochwertige und damit teurere Ernährung.

Nur so können gesunde und verschmuste Katzenbabys aufwachsen.                                       Die notwendige Mitgliedschaft in einem anerkannten Verein sichert zusätzlich das Züchten von Tieren, die dem Rassestandard entsprechen.

Der seriöse Züchter hat bereits vor Beginn seiner Zucht sehr hohe Investitionen, angefangen beim Kauf einer oder mehrerer Zuchtkatzen, denn der oben genannte Preis eines Rassekätzchens (ab mindestens 500 €) ist der eines Liebhabertieres – ein Züchter zahlt weitaus mehr für eine gute Katze! Weiterhin muss er seine Tiere auf Ausstellungen (Anfahrts- und Ausstellungskosten, Käfigausstattung usw.) präsentieren, um sich dort die Zuchttauglichkeit seiner Tiere bescheinigen zu lassen.

Weitere Kosten fallen vor Zuchtbeginn an für Mitgliedschaft in einem Zuchtverein, Fachliteratur, Ausstattung für die zu erwartenden Würfe usw.

Ist der erste Wurf niedlicher Pelzknäuel dann endlich da (selbstverständlich benötigt die trächtige Mutterkatze entsprechend hochwertiges Futter und womöglich auch intensive tierärztliche Betreuung!), kommen weitere Ausgaben auf den Züchter zu: Ausstellen der Stammbäume durch den Zuchtverein, Impfungen, Wurmkuren sowie tierärztliche Untersuchungen und Gesundheitsatteste, evtl. Chip-Implantationen und und und …

Durch das Halten mehrerer Katzen wird selbstverständlich auch das Heim des Züchters stärker beansprucht – er wird also häufiger renovieren und u. U. zerkratzte Möbel ersetzen müssen, um sich in seinem Zuhause noch wohl fühlen zu können.

Vielleicht hat der Züchter Glück und es bleiben dennoch ein paar Euro übrig.                  Eine einzige Infektion allerdings (siehe auch FIP), die meist den gesamten Tierbestand erfasst und mit der jeder Züchter leider immer rechnen muss, lässt die Katzenzucht zu einem finanziellen Fass ohne Boden werden.

Daher auch der Ausdruck „Hobbyzucht“denn wer verdient mit seinem Hobby schon Geld ?
 

 

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